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Reifen

DEN RICHTIGEN GRIP FÜR JEDES GELÄNDE FINDEN In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit Reifen und der Wahl des Reifendrucks für MTB und XCO bei verschiedenen Gelände- und Wetterbedingungen. Wir geben

DEN RICHTIGEN GRIP FÜR JEDES GELÄNDE FINDEN In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit Reifen und der Wahl des Reifendrucks für MTB und XCO bei verschiedenen Gelände- und Wetterbedingungen. Wir geben Tipps, Hinweise, Dos and Don’ts, sprechen über häufige Fehler und erklären, welchen Einfluss Federgabeln auf Empfehlungen zum Reifendruck haben. Die Wahl der Reifen ist ein wichtiger Bestandteil, damit sie die Leistung deines Kindes unterstützen – und nicht ausbremsen. Wie bei allen anderen rotierenden (und auch statischen) Teilen ist besonders bei Kindern das Gewicht entscheidend. Vergiss nicht: Das Hinterrad muss in Rotation gebracht und beschleunigt werden, und das Vorderrad muss gelenkt werden – neben der Felge selbst ist der Reifen also ein großer Faktor beim Laufradgewicht. Der andere wichtige Aspekt eines Reifens ist sein Profil – also die Stollen und wie sie Handling, Grip, Selbstreinigung im Matsch usw. beeinflussen. Reifenauswahl Meine wichtigste Erkenntnis in diesem Bereich: Natürlich können wir Väter viele Tests lesen, aber wirklich hilfreich sind sie oft nicht – denn es gibt nur wenige (oder gar keine) echte Vergleichstests für 24”-, 26”-, 27.5”- und inzwischen sogar 29”-Reifen. Ein wichtiges Auswahlkriterium beim Kauf ist der Preis – erwarte keinen ordentlichen Reifen unter 30 EUR – die Gesamtkosten liegen also etwa zwischen 50 und 100 EUR. Achte außerdem auf unterschiedliche Untermodelle desselben Modells: Schwalbes Rocket Ron gibt es zum Beispiel in verschiedenen Versionen – ab 30 EUR bis hinauf zu 100 EUR. Neben dem Preis achte ich auf das Gewicht des Reifens – Reifen mit 300–350 g sind eine gute Wahl. Über 450 g zu gehen, ist eher nicht empfehlenswert. Die Bedeutung des Reifendrucks Der Reifendruck spielt eine entscheidende Rolle für das Handling, den Grip, den Rollwiderstand und die Gesamtleistung eines Bikes. Der ideale Druck hängt von Faktoren wie Gelände, Wetter und Fahrergewicht ab. Wenn du den optimalen Druck für das Bike deines Kindes findest, fährt es effizienter, sicherer und mit mehr Vertrauen. Als Faustregel gilt: Je weicher, desto besser – solange man kein Risiko für einen Durchschlag (mit Schlauch) oder ein Abspringen bzw. Luftverlust (tubeless) eingeht. Du solltest den Reifen mit den Fingern eindrücken können; das liegt ungefähr bei 1.6–1.8 bar. Reifendruck für unterschiedliche Geländebedingungen

  • Fester Untergrund und glatte Trails: Auf festem Untergrund oder glatten Trails kann etwas höherer Druck (25–30 psi für die meisten Fahrerinnen und Fahrer) genutzt werden, um den Rollwiderstand zu verringern und die Effizienz zu verbessern. Achte aber darauf, dass der Druck nicht zu hoch ist, denn das kann Grip und Komfort beeinträchtigen.
  • Loses oder felsiges Gelände: Niedrigerer Druck (20–25 psi) sorgt auf losem oder felsigem Untergrund für besseren Grip und bessere Dämpfung. Weniger Druck ermöglicht es dem Reifen, sich an unebenen Boden anzupassen und so Traktion und Kontrolle zu behalten.
  • Matsch und weicher Boden: Auf matschigen oder weichen Trails kann ein niedrigerer Druck (18–22 psi) die Auflagefläche vergrößern, den Grip verbessern und die Wahrscheinlichkeit verringern, in den weichen Untergrund einzusinken.
  • Sand: Beim Fahren auf sandigem Untergrund solltest du einen niedrigeren Druck (15–20 psi) verwenden, um die Kontaktfläche zu vergrößern und zu verhindern, dass sich der Reifen in den Sand eingräbt.

Reifendruck und Wetterbedingungen

  • Trockene Bedingungen: Bei trockenem Wetter kannst du in der Regel etwas höheren Druck fahren, um den Rollwiderstand zu senken und die Effizienz zu verbessern.
  • Nasse Bedingungen: Bei nassen oder rutschigen Bedingungen kann etwas niedrigerer Druck helfen, Traktion und Kontrolle zu verbessern.

Einfluss der Federgabel auf den Reifendruck Auch wenn Federgabeln vor allem die Federung des Bikes beeinflussen, können sie auch Auswirkungen auf die Wahl des Reifendrucks haben. Bikes mit Federgabel vertragen oft etwas höheren Reifendruck, weil die Federung Schläge aufnimmt und hilft, die Traktion zu halten. Trotzdem ist es wichtig, je nach konkreten Bedingungen die richtige Balance zwischen Komfort, Grip und Rollwiderstand zu finden. Tipps, Hinweise, Dos and Don’ts und häufige Fehler

  • Verwende immer ein zuverlässiges und genaues Reifendruckmessgerät, um den Druck zu prüfen und anzupassen.
  • Starte mit dem vom Hersteller empfohlenen Druckbereich und stimme ihn dann auf Fahrergewicht, Bedingungen und persönliche Vorlieben ab.
  • Nimm kleine Anpassungen vor (1–2 psi) und teste die Änderungen auf dem Trail, um den idealen Druck zu finden.
  • Verwende keinen extrem niedrigen Druck, da dies zu Durchschlägen, Felgenschäden oder dazu führen kann, dass der Reifen von der Felge rollt.
  • Vermeide zu stark aufgepumpte Reifen, denn das kann Grip, Komfort und Handling verschlechtern.
  • Prüfe und passe den Reifendruck regelmäßig an, da er sich durch Temperatur und Höhenlage verändern kann.

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