Gegenlenken ist eine fortgeschrittene Technik, bei der der Lenker kurz in die entgegengesetzte Richtung der Kurve gelenkt wird, bevor man sich in die Kurve hineinlehnt. Diese zunächst ungewohnte Bewegung
Gegenlenken ist eine fortgeschrittene Technik, bei der der Lenker kurz in die entgegengesetzte Richtung der Kurve gelenkt wird, bevor man sich in die Kurve hineinlehnt. Diese zunächst ungewohnte Bewegung leitet die Schräglage ein, die für engere und schnellere Kurven nötig ist – besonders bei höherem Tempo. Technik: Erster Lenkimpuls:
- Lenkt den Lenker kurz in die entgegengesetzte Richtung der Kurve. Wenn die Kurve zum Beispiel nach links geht, drückt man den rechten Lenkergriff leicht nach vorn.
- Diese Bewegung erzeugt die nötige Schräglage, indem sie den Schwerpunkt des Fahrrads verlagert.
Schräglage und Körperposition:
- Nachdem die Schräglage eingeleitet wurde, darf das Fahrrad natürlich zur Kurveninnenseite kippen.
- Die Hüfte und den Oberkörper in Richtung Kurve verlagern und dabei die Körpermitte stabil halten.
Pedale und Gewichtsverteilung:
- Wie beim Kurvenlegen gilt: Das äußere Pedal bleibt unten und wird belastet.
- Das Gleichgewicht halten, indem das Gewicht mittig über dem Fahrrad bleibt und zur Schräglage passt.
Blick und Fokus:
- Weit durch die Kurve nach vorn schauen, den Kurvenausgang früh erkennen und die Kontrolle ruhig und gleichmäßig behalten.
Einsatzbereich: Gegenlenken ist besonders wirksam bei schnellen Kurven, zum Beispiel in engen Kurven bei Abfahrten oder in Steilkurven beim Cyclocross. Es ermöglicht schnelle Richtungswechsel, ohne Schwung und Stabilität zu verlieren.
3. Ausrüstung beachten
Ein gut vorbereitetes Fahrrad stärkt das Vertrauen deines Kindes beim Kurvenfahren. Achtet besonders auf:
- Reifendruck: Etwas niedrigerer Reifendruck verbessert den Grip, besonders auf losem oder nassem Untergrund.
- Reifenprofil: Verwendet Reifen mit einem Profil, das zum Gelände passt (z. B. Stollen für Matsch oder glattere Reifen für festen Untergrund).
- Lenkerbreite: Breitere Lenker bieten mehr Hebelwirkung und erleichtern das Handling in engen Kurven.
- Bremsen: Achtet darauf, dass die Bremshebel gut erreichbar eingestellt sind, damit dein Kind in Kurven fein und kontrolliert bremsen kann.
4. An Gelände und Situationen anpassen
Kurventechniken müssen an unterschiedliche Untergründe und Bedingungen angepasst werden:
- Lose Untergründe (Schotter, Sand, Matsch): Vor der Kurve Geschwindigkeit reduzieren und das Gewicht leicht nach hinten verlagern, damit das Vorderrad nicht wegrutscht.
- Nasse oder rutschige Bedingungen: Das Fahrrad stärker neigen als den Körper, um das Gleichgewicht zu halten und das Wegrutschen zu vermeiden.
- Technische Kurven: In engen Kurven oder Spitzkehren mit geringerem Tempo fahren und das Gewicht deutlich verlagern, um präzise Kontrolle zu behalten.
- Rennsituationen: Bringe deinem Kind bei, mit Gedränge in der ersten Kurve nach dem Start zu rechnen. Eine weitere Linie kann helfen, Stürze auf der Innenbahn zu vermeiden.
- Inneres Bein ausklicken: Das übergeordnete Ziel ist, so schnell wie möglich durch die (rutschige/langsame) Kurve zu kommen – das kann bedeuten, auszuklicken und ein Bein auf den Boden zu setzen.
…